Der Schulleiter der DS Las Palmas hat in Berlin am 6. Januar 2012 eine Kooperationsvereinbarung mit den führenden technischen Universitäten in Deutschland (kurz: TU9) unterzeichnet.
Welche Ziele verfolgt Deutschland in den nächsten Jahren?
Zu der jährlich stattfindenden Tagung hatte die ZfA alle Leiterinnen und Leiter Deutscher Auslandsschulen eingeladen. Ein wichtiges Thema der Konferenz im Auswärtigen Amt war die Bedeutung der Deutschen Auslandsschulen (DAS) im Hinblick auf den Fachkräftemangel in Deutschland: Staatsministerin Cornelia Pieper, MdB, betonte in ihrer Rede, dass die Schulen in Zukunft eine noch wichtigere Rolle für die Entwicklung des Wirtschafts-, Wissenschafts- und Hochschulstand-ortes Deutschland spielen würden. Mit der Zusammenarbeit zwischen TU9 und den Deutschen Schulen im Ausland leisten die beteiligten Partner einen entscheidenden Beitrag zur internationalen Nachwuchsgewinnung für die MINT-Fächer: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
Was ist TU9?
TU9 ist die Allianz der führenden Technischen Universitäten in Deutschland: RWTH Aachen, TU Berlin, TU Braunschweig, TU Darmstadt, TU Dresden, Leibniz Universität Hannover, Karlsruhe Institute of Technology, TU München, Universität Stuttgart. An den TU9-Universitäten sind über 200.000 Studierende immatrikuliert, das sind rund 12 Prozent aller deutschen Studierenden. In Deutschland stammen rd. 50 Prozent der Universitäts-Absolventen in den Ingenieurwissenschaften von den TU9-Universitäten, rd. 57 Prozent der Promotionen in den Ingenieurwissenschaften werden an den TU9-Universitäten durchgeführt.
Welches Netzwerk besteht?
Das deutsche Auslandsschulwesen ist international führend: Die Absolventen der 140 Deutschen Auslandsschulen (DAS) weltweit sind begehrte Kandidaten für ein Studium, denn sie sind hervorragend ausgebildet, haben einen interkulturellen Hintergrund und sprechen fließend Deutsch. Betreut und gefördert werden die Deutschen Auslandsschulen von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes.
Die TU9-Universitäten werben mit einem speziellen Beratungs- und Betreuungsangebot gezielt um die Absolventen Deutscher Auslandsschulen, die für eine internationale Karriere in der Forschung oder in der Wirtschaft geradezu prädestiniert sind. Um die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den DAS zu verstetigen und weiter zu vertiefen, hat TU9 im Rahmen der Schulleitertagung der Deutschen Auslandsschulen im Auswärtigen Amt in Berlin Kooperationsvereinbarungen mit weiteren 15 Deutschen Auslandsschulen unterzeichnet, darunter die DS Las Palmas de Gran Canaria.
Was habe unsere Schüler von diesem Kooperationsvertrag?
Um die Schüler über ein Studium der MINT-Fächer zu informieren, finden im Rahmen der TU9-MINT Nachwuchs-Initiative regelmäßig Besuche von Studienberatern der Auslandsschulen und von DAS Schülergruppen an den TU9-Universitäten statt. Fakten zum MINT-Studium liefern zudem die speziell für die Schüler Deutscher Auslandsschulen entwickelten Broschüren sowie die TU9-Website. Zusätzlich hat TU9 das stetig wachsende Netzwerk für Absolventen Deutscher Schulen im Ausland –kurz: TU9-DANA – gegründet. Die rund 130 TU9-DANA-Mitglieder informieren als Botschafter an ihren früheren Schulen und erleichtern Absolventen Deutscher Auslandsschulen den Studienstart in Deutschland.
Steffen Kästner

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Konzept zur Studien- und Berufsorientierung an der DS Las Palmas
ALLGEMEINES
Die Studien- und Berufsberatung an der Deutschen Schule Las Palmas gibt Schülerinnen und Schülern sowie Eltern die Möglichkeit, sich möglichst umfassend über ein Studium in Deutschland zu informieren. Dies geschieht in der Regel Einzel- und Gruppengesprächen, aber auch an regelmäßig stattfindenden Informationsabenden oder der Studienberatungswoche.
Darüber hinaus gibt sind bei Bedarf Hilfestellungen bei der Anmeldung bei der jeweiligen Hochschule bzw. der ZVS vorgesehen.
Neben dem Studienberater der Schule (z.Zt. Herr Mertins) informieren auch ehemalige Schüler der DSLPA (Alumni) in unregelmäßigen Abständen über das Studium in Deutschland.
1. INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN
Zu Beginn eines Schuljahres gibt der Studienberater eine allgemeine Einführung zum Studium in Deutschland. Dabei werden anhand von Leitfragen exemplarisch verschiedene Studiengänge, deren Abschlüsse und Berufsaussichten vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Internetseiten zur eigenen Recherche, die den Schülern später per email zur Verfügung gestellt werden.
Weiterhin werden die Eltern in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Directora Técnica über das Studium in Deutschland informiert.
2. EINZEL- UND GRUPPENGESPRÄCHE
Die Gespräche sind in der Regel in ein Orientierungsgespräch und ein Beratungsgespräch unterteilt. Im Orientierungsgespräch geht es zunächst um eine erste Standortbestimmung des Schülers, seine Vorstellungen und Möglichkeiten zur Recherche.
Nach der Studienberatungswoche (siehe auch Punkt 3) findet ein konkretes Beratungsgespräch statt, in dem es um Bewerbungsfragen, Fristen, Regelungen zur Krankenversicherung o.ä. geht. Wenn notwendig werden die Schüler auch bei der Anmeldung an der Hochschule unterstützt. Termine für Gespräche gibt es unter studienberatung@dslpa.org
3. STUDIENBERATUNGSWOCHE
Zeit
- Im März jeden Jahres für die 11. und 12. Klassen.
Thema
- Ein Berater der Europa-Service der Bundesagentur für Arbeit Frankfurt/Main führt eine Einzelberatung zu Berufs- und Studienmöglichkeiten in Deutschland durch. Im Vorfeld können per mail Fragen an den Berater übermittelt werden.
Hans-Josef Puch: Hans-Josef.Puch@arbeitsagentur.de
4. ALUMNI-ARBEIT
Zeit
- unregelmäßig, nach Angebot und Bedarf
Thema
- Ehemalige Schüler der DS Las Palmas, die in Deutschland studieren, sprechen mit interessierten Schülern der 11. und 12. Klassen. Dauer: ca. 45 Minuten während des Vormittags. Zudem steht in Kürze ein Katalog (sortiert nach Studienorten und Studiengängen) zur Verfügung, der die Kontaktaufnahme mit DSLPA-Alumni in Deutschland erleichtert.
5. STIPENDIEN
Studien-stiftung
- Dem Schulleiter Abiturienten für das Begabtenstipendium "Studienstiftung des Deutschen Volkes" vorschlagen (2 pro 50 Abiturienten), Beurteilungen schreiben oder veranlassen, Hilfen bei der Bewerbung geben, Vorbereitung auf das Auswahlseminar und das Referat, evtl. Gespräche mit den Eltern; die Kandidaten müssen ihr Studium nicht mehr in Deutschland beginnen, sondern nach der Auswahl an eine deutsche Hochschule wechseln; das Auswahlverfahren dauert bis in das 2.Semester und ca. ein Drittel wird aufgenommen; Bewerbungsfrist 15. Juli
DAAD
- für begabte Abiturienten Deutscher Auslandsschulen mit nichtdeutscher Staatsbürgerschaft; es können bis zu 3 Abiturienten aus den 10% Besten vom Schulleiter vorgeschlagen werden, im übrigen gelten die gleichen Auswahlkriterien wie bei der Studienstiftung; Bewerbungsfrist Ende Februar, die Unterlagen müssen über den Studienberater eingereicht werden
Frau Ingrid Hillers DAAD Referat 333 Tel: 0049/228/882671
hillers@daad.de
BAFöG
- Stipendien nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz können beantragt werden, wenn ein Elternteil Deutscher ist und Bedürftigkeit nachgewiesen wird.








