Pädagogischer Tag: Neurodivergenzen erkennen und begleiten

Noch bevor die ersten Schülerinnen und Schüler nach den Sommerferien ihre Klassenräume füllten, starteten unsere Lehrkräfte mit einem besonderen pädagogischen Tag in das neue Schuljahr. Am 1. September 2026 widmeten sich die Teams aus Vorschule, Grundschule und Sekundaria gemeinsam mit unseren Praktikantinnen und Praktikanten einem wichtigen und zunehmend relevanten Thema: „Neurodivergenzen erkennen und begleiten“.

Von 8:30 bis 16:00 Uhr erhielten die Teilnehmenden wertvolle Impulse von den Referentinnen der Childhood Akademie. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie wir Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen neurodivergenten Ausprägungen besser verstehen, gezielt unterstützen und in ihrem schulischen Alltag begleiten können.

Verstehen schafft die Grundlage für gute Begleitung

Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Theorie. Neben grundlegenden Informationen zu Neurodivergenz wurden insbesondere ADHS, ADS und Autismus thematisiert. Dabei ging es nicht nur darum, typische Merkmale und mögliche Herausforderungen kennenzulernen, sondern vor allem um einen Perspektivwechsel: Was brauchen Kinder und Jugendliche, damit sie sich im Schulalltag sicher, verstanden und erfolgreich fühlen können?

Die Referentinnen vermittelten praxisnahe Erkenntnisse und zeigten auf, wie unterschiedliche Wahrnehmungs- und Verarbeitungsweisen das Lernen, die Kommunikation und das soziale Miteinander beeinflussen können. Ein besonderer Fokus lag dabei auf einem ressourcenorientierten Blick: Nicht die vermeintlichen Defizite stehen im Mittelpunkt, sondern die individuellen Stärken und Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes.

Von der Theorie in die Praxis

Am Nachmittag wurde das neu erworbene Wissen in verschiedenen Arbeitsphasen vertieft. Dabei arbeiteten die Teilnehmenden sowohl abteilungsübergreifend als auch innerhalb der einzelnen Abteilungen.

Diese Kombination ermöglichte einen wertvollen Austausch unterschiedlicher Perspektiven. Gemeinsam wurden konkrete Situationen aus dem Schulalltag betrachtet, Lösungsansätze entwickelt und Möglichkeiten diskutiert, wie neurodivergente Schülerinnen und Schüler im Unterricht und im schulischen Zusammenleben gezielt unterstützt werden können.

Der praktische Teil bot außerdem Raum für die Reflexion der eigenen pädagogischen Haltung und für die Entwicklung konkreter Strategien, die direkt im neuen Schuljahr eingesetzt werden können.

Der Pädagogische Tag machte deutlich, wie wichtig es ist, Neurodivergenz zu verstehen, individuelle Bedürfnisse wahrzunehmen und pädagogische Räume entsprechend zu gestalten. Eine wertschätzende und inklusive Schulgemeinschaft entsteht dort, wo Unterschiede nicht als Hindernis, sondern als Teil menschlicher Vielfalt verstanden werden.

Mit vielen neuen Impulsen, konkreten Ideen und einem gemeinsamen Verständnis für die Bedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler gehen wir nun gut vorbereitet in das neue Schuljahr.